Erste Übung mit dem neuen mobilen Hochwasserschutzsystem durch die FF Pförring

21. August 2017
News
Am 19.08.2017 (genau 1 Tag nachdem über Bayern ein verheerendes Unwetter mit Sturm und Starkregen über Bayern gezogen war) übte die FF Pförring erstmals mit dem neuen wassergestützten Hochwassersystem.

Der LK Eichstätt hat dieses moderne Hochwasserschutzsystem mit 100 Meter Länge und einer Höhe von über 90 cm mit Sponsoring durch die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt im Rahmen des Katastrophenschutzes beschafft und in Pförring stationiert. Selbstverständlich kann dieses Hochwasserschutzelement auch bei entsprechenden Lagen in anderen Gemeinden im LK Eichstätt zum Einsatz kommen.
Die Einsatzkräfte werden in die Lage versetzt, mit nur 6 – 8 Einsatzkräften einen Hochwasserschutz von 100 Metern Länge und fast 1 Meter Höhe in rund 2 Stunden aufzubauen. Um einen vergleichbaren Schutz mit Sandsäcken aufzubauen würde man 12 bis 14.000 Sandsäcke (= rund 300 t Sand) und mindestens 100 Feuerwehrleute benötigen. Selbst dann würde der Aufbau noch mindestens doppelt so lange dauern.
Selbstverständlich werden weiterhin Sandsäcke benötigt werden (zur Stabilisierung dieser Elemente, für Lückenschlüsse etc.). Aber in einer deutlich geringeren Menge als dies bisher der Fall war. Das schont Personalresourcen, Material und spart viel Zeit.
Das System kann natürlich keine baulichen Maßnahmen ersetzen sondern solche Maßnahmen ergänzen, unterstützen und stärken.
Derzeit ist das System auf einem Anhänger verlastet. In der Zukunft soll es das Herzstück eines Abrollbehälters Hochwasser werden. Der erste Schritt dazu wird in 2018 mit der Beschaffung eines 3-achsigen Trägerfahrzeuges (Wechsellader) gem. Feuerwehrbedarfsplan getan.
Die FF Pförring hat zusammen mit der FF Pirkenbrunn (Übung mit der Hochleistungspumpe – auch ein Element des K-.Schutzes im LK EI) erstmals den wassergestützten Aufbau des Hochwasserschutz-elementes durchgeführt. Die Gäste (Bürgermeister Bernhard Sammiller mit einigen Marktgemeinderäten, KBI Forster, KBM Girtner und KBM Schermer sowie der KBR des LK KEH Nikolaus Höfler) konnten sich vom professionellen Umgang der Pförringer Einsatzkräfte überzeugen. Die Katastrophenschutzübung war ein voller Erfolgt. Die Elemente konnten in weniger als 2 Stunden aufgebaut werden.
Die Erfahrungen dazu werden in den nächsten Monaten in den Sonderplan Hochwasser des Marktes Pförring eingearbeitet.

Pförring, 20.08.2017
KBI Franz Waltl