Aktuelle Ausrüstungen

Unsere Fahrzeuge werden regelmäßig und mit größter Sorgfalt gewartet. Um den unterschiedlichen Einsatzarten gewachsen zu sein, verfügen wir über eine Vielfalt von Gerätschaften.

TSF-L (Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik)

Florian Hagenhill 44/1

 

Sprichwörtlich „zwei Fliegen mit einer Klappe“ konnte die Freiwillige Feuerwehr Hagenhill mit der Indienststellung ihres neuen Fahrzeuges schlagen. Bei der Neuerwerbung handelt es sich nämlich um ein sogenanntes „Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik“ (TSF-L), welches nicht nur mit der standardmäßigen Beladung für eine Löschgruppe ausgestattet ist, sondern individuell eingesetzt werden kann. Möglich macht dies eine integrierte Ladefläche, auf der bis zur vier Rollcontainer Platz finden.

 „Bei einem Brandeinsatz können wir beispielsweise zwei Module mit jeweils 500 Metern B-Schlauchmaterial zuladen“, erklärt Kommandant Erich Schmidt und fügt an: „Dank einer Ladebordwand ist es uns möglich, die Schläuche sogar während der Fahrt zu verlegen.“ Neben diesen Schlauchwägen stehen zudem eine fahrbare Gitterbox sowie ein „Rollcontainer Licht“ mit einem 9-kVA-Stromerzeuger zur Verfügung.

Als „Herzstück“ des Neuwagens kann die Tragkraftspritze TS 8/8 bezeichnet werden. Diese wird – ebenso wie Armaturen, weitere Schläuche und eine Motorkettensäge permanent in den Geräteräumen mitgeführt. Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen wurde ein ausfahrbarer Lichtmast zwischen der Mannschaftskabine mit ihren sechs Sitzplätzen und dem Kofferaufbau installiert.

Mit der Indienststellung des Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik wurde ein kleiner „Umbruch“ im Feuerlöschwesen der Marktgemeinde Altmannstein eingeläutet. So konnte das bisherige TSF der Feuerwehr Hagenhill nach Tettenwang verlegt werden. Da die dortige Wehr nur über einen Tragkraftspritzenanhänger verfügte, wurde auch deren Schlagkraft erheblich verbessert. In den folgenden Monaten bzw. Jahren werden auch die restlichen Gemeindefeuerwehren – insgesamt 17 an der Zahl – nach dem kürzlich fertiggestellten Bedarfsplan ausgerichtet.

„Der Anfang ist somit gemacht“, sagt Kommandant Erich Schmidt, der aber klarstellt, dass man sich auf dem guten Stand nicht ausruhen darf: „Neue Technik erfordert besonders viel Einsatzbereitschaft und Übungseifer“. Zwei Punkte, die von der jungen aktiven Mannschaft zweifellos erfüllt werden: Derzeit finden wöchentlich zwei Einweisungen statt, bei denen ein großes Interesse spürbar ist. Doch nicht nur „intern“ sorgt „Florian Hagenhill 44/1“ – so der Funkrufname – für Begeisterung! So haben bereits zahlreiche Feuerwehren aus ganz Bayern um eine „Audienz“ zur Besichtigung in Hagenhill gebeten. Kein Wunder: Ist es doch das Erste seiner Art im Landkreis Eichstätt und eines der wenigen, bereits ausgelieferten Fahrzeuge im gesamten Freistaat.


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ELW 1 (Einsatzleitwagen)

Kater Eichstätt 12/1

 

Es war gegen 07.15 Uhr als am Freitag, den 3. März 2017 vielerorts Sirenengeheul zu hören war. Einhergehend mit diesem Großalarm im südöstlichen Landkreis Eichstätt war eine starke Rauchentwicklung im 590-Seelenort Steinsdorf. Die im Ortskern gelegene Pfarrkirche Sankt Martin, welche erst 1982 erweitert worden war, galt dabei als Ausgangspunkt für das Feuer. Die Feuerwehren aus Steinsdorf, Altmannstein, Bettbrunn, Mendorf, Mindelstetten, Neustadt an der Donau, Riedenburg und Sandersdorf standen vor einer wahren „Mammutaufgabe“ – und das nicht nur wegen den Löscharbeiten. So wurden zahlreiche wertvolle Gegenstände aus dem Gotteshaus geborgen. Neben den Führungskräften der Kreisbrandinspektion war auch das THW Eichstätt im Einsatz: Die „Kollegen in Blau“ sicherten unter anderem das einsturzgefährdete Gebäude Best möglichst ab.

Aufgrund der Einsatzdauer, der Art des Brandobjektes und schließlich der Anzahl der eingesetzten Kräfte galt der Kirchenbrand von Steinsdorf als herausfordernde Schadenslage. Entscheidend zum Einsatzerfolg beigetragen hat die gute Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen mit den insgesamt rund 80 Kräften. Hilfreiches „Instrument“ hierbei war abermals die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG ÖEL), die gewissermaßen selbst eine Bewährungsprobe bestehen musste. Dies bezog sich jedoch nicht auf die Gruppe selbst, sondern auf deren Einsatzfahrzeug.

Mitte Februar 2017 konnte nämlich ein neuer Einsatzleitwagen ELW 1 in Dienst gestellt werden. Dass es sich dabei um kein „Fahrzeug von der Stange“ handelt, wird bereits auf dem ersten Blick deutlich. So wurde das Mercedes- Benz-Sprinterfahrgestell von der Firma Müller Fahrzeugbau um eine dritte Achse erweitert. Der Kofferaufbau mitsamt dessen feuerwehrtechnischen Ausbau wurde von der Firma Geidobler realisiert.

Der UG-ÖEL steht nun ein Fahrzeug zur Verfügung, dass voll und ganz auf die Anforderungen bei größeren Einsätzen zugeschnitten ist. So steht neben einem abtrennbaren Funk- und Kommunikationsbereich mit drei Arbeitsplätzen auch ein Besprechungstisch für bis zu sechs Personen bereit. Ausgestattet wurde „Kater Eichstätt 12/1“ – so der Funkrufname des Neuwagens – natürlich mit der notwendigen Digitalfunktechnik sowie einer Telefon-, Internet- und Netzwerkanlage. Ebenso steht ein, auf sechs Meter ausfahrbarer Licht- bzw. Funkmast zur Verfügung. Dank Gelbatterien besteht die Möglichkeit einer rund sechsstündigen, autarken Stromversorgung.

Im heckseitigen Geräteraum wurden unter anderem ein 9,5 kVA-Stromerzeuger, Kabeltrommeln und Geräte für die Verkehrsabsicherung verstaut.

Der bislang verwendete Einsatzleitwagen trat nach der Indienststellung des Neuen in die „zweite Reihe“ als Mannschaftstransportwagen. Somit hat die Unterstützungsgruppe einen mehr als zufriedenstellenden Ausrüstungsstand erreicht.


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LF 20 (Löschgruppenfahrzeug)

Florian Eichstätt 41/1
  • Fahrgestell: Mercedes-Benz Atego 1629
  • Aufbau: Rosenbauer
  • Baujahr: 2017
  • Indienststellung: 2017

 

„Stück für Stück ein bisschen besser“ – mit diesen Worten lässt sich durchaus die Situation bei Eichstätts Freiwilligen Feuerwehren beschreiben. Bedingt durch den sogenannten Feuerwehrbedarfsplan wurden nämlich in den zurückliegenden Monaten vier Fahrzeuge beschafft. Ein weiteres kam Anfang Januar 2017 in Form eines Löschgruppenfahrzeuges LF 20 hinzu, welches bei der Stützpunktwehr stationiert wurde. Wie beim jüngst beschafften Rüstwagen entschieden sich die Verantwortlichen auch hier wieder für die Kombination „Mercedes Benz – Fahrgestell und Rosenbauer – Aufbau“.

Ausgestattet ist das LF 20 mit einem fest eingebauten, 2.000 Liter fassenden Löschwassertank. Ebenso werden 120 Liter Schaummittel in vorgehalten.

Da das Equipment für technische Hilfeleistungen bereits auf einem Rüstwagen und einem Hilfeleistungslöschfahrzeug vorgehalten wird, wurde die Ausrüstung des Löschgruppenfahrzeugs in erster Linie auf die Brandbekämpfung zugeschnitten. So sind – neben Schläuchen, Armaturen und Atemschutzgeräten – unter anderem ein Rauchschutzvorhang, ein Hochdrucklüfter und eine Notfalltasche für den Sicherungstrupp im Aufbau verstaut.

Um dennoch bei kleineren technischen Hilfeleistungen autark arbeiten zu können, wurden ein Wassersauger, eine Chiemseepumpe und das notwendige Equipment zum Ausleuchten von Unfallstellen verlastet.

Mit der Indienststellung des Neuwagens wurde eine gewisse Neustrukturierung des Fuhrparks in der Domstadt fortgeführt. So konnte ein knapp 40 Jahre altes Tanklöschfahrzeug außer Dienst gestellt werden. Für die nächsten Wochen ist die Abholung eines sogenannten Gerätewagen-Logistik geplant. Um hierfür Platz zu schaffen, wurde ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 in den Stadtteil Landershofen abgegeben.


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LF 8/6 (Löschgruppenfahrzeug)

Florian Landershofen 43/1
  • Fahrgestell: MAN 8.163
  • Aufbau: Magirus
  • Baujahr: 1998
  • Indienststellung: 2017

 

Eine „Doppelweihe“ konnte die Freiwillige Feuerwehr Eichstätt-Stadt im Jahre 1966 feiern, als zwei baugleiche Löschgruppenfahrzeuge (LF 8) den kirchlichen Segen erhielten. Über Jahrzehnte hinweg bildeten die beiden Magirus-Frontlenker die Ergänzung des Löschzuges und prägten das Bild des Fuhrparks.

Im Jahre 1998 wurde eines der beiden LF 8 durch ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 ersetzt, blieb jedoch im Stadtgebiet – genauer gesagt im Ortsteil Wintershof – erhalten. Sein „Zwilling“ verblieb in der Kernstadt als Reservefahrzeug.

Als die Wintershofener Wehr zum Jahresanfang 2016 ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug erhalten hatte, wurde das „LF-Doppel“ nach stolzen 50 Jahren endgültig außer Dienst gestellt.

Im Zuge der Umstrukturierung musste auch das Nachfolge-Löschfahrzeug LF 8/6 seine Heimat verlassen: Das allradgetriebene Fahrzeug wechselte nach 18 Jahren in der Residenzstadt in den Stadtteil Landershofen. Dort wurde der MAN mit Magirus-Aufbau bereits sehnlichst von den Aktiven erwartet. Immerhin stammte der bisherige, fahrbare Untersatz - ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 – aus den 1970er Jahren.

Durch diese „Umsiedlung“ konnte die Schlagkraft der Wehrleute erheblich gesteigert werden. Immerhin verfügt man nun über ein wasserführendes Fahrzeug mit einem 600 Liter fassenden Löschwassertank. Neben einer eingeschobenen Tragkraftspritze kann die Löschmittelabgabe nun über eine fest installierte Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennleistung von 800 Litern in der Minute erfolgen.

Absolutes Neuland betraten die Landershofener Floriansjünger im Bereich „Atemschutz“: Bedingt durch vier Pressluftatmer mussten sich mehrere Aktive einer entsprechenden Ausbildung unterziehen.


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TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser)

Florian Pietenfeld 46/1
  • Fahrgestell: MAN TGL 8.220
  • Aufbau: Empl
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Ertönt in Pietenfeld die Sirene, dann erahnen die Feuerwehrleute bereits, wo sich ihr Einsatzort befindet. Denn, in den häufigsten Fällen muss die Wehr auf die Bundesstraße B13, die durch den Ort führt, ausrücken. Dieser Gefahrenschwerpunkt sowie die Lage und Größe des Adelschlager Ortsteils führten zu dem Entschluss, ein modernes Löschfahrzeug zu beschaffen. Die Wahl fiel hierbei auf ein sogenanntes Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W).

Nach einer Großausschreibung mit fünf weiteren Gemeinden – darunter auch der Markt Kipfenberg – erhielt die Firma MAN den Zuschlag zur Lieferung des Fahrgestells, während die Firma Empl den Aufbau realisierte.

Zur Beladung des Neuwagens zählen unter anderem die erforderlichen Schläuche und Armaturen, eine Tragkraftspritze, eine vierteilige Steckleiter, ein Stromerzeuger sowie das Equipment für Verkehrsabsicherungen. Bedingt durch einen fest eingebauten Löschwassertank konnte die Schlagkraft – beispielsweise bei Pkw-Bränden auf der nahen B13 – um ein Vielfaches erhöht werden.

Großes Engagement bewies die Wehr noch vor der Auslieferung des TSF-W: Damit die vier Atemschutzgeräte im Einsatzfall besetzt werden können, besuchten bereits zehn Aktive den erforderlichen Lehrgang.

Mit „Florian Pietenfeld 46/1“ – so der Funkrufname des Neuzugangs – wurde der Weg für eine zukunftsfähige Ausstattung der Ortsteilwehr geebnet. Das bislang verwendete, selbst gebaute Tragkraftspritzenfahrzeug steht weiterhin als Mannschaftstransportwagen zur Verfügung.

Als nächstes großes Projekt kann der Bau eines dringend benötigten neuen Gerätehauses bezeichnet werden. Hierfür wurden die Planungen bereits aufgenommen.


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TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser)

Florian Schelldorf 46/1
  • Fahrgestell: MAN TGL 8.220
  • Aufbau: Empl
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren aus Schelldorf und Biberg-Krut geht weit über ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis hinaus. Eindrucksvolle Beweise hierfür liefern das gemeinsame Gerätehaus, das im Mai 2011 zwischen den beiden Kipfenberger Ortsteilen bezogen wurde sowie die Gründung der Jugendfeuerwehr Schelldorf/Biberg-Krut.

Weiterhin gefestigt wurde diese „Beziehung“ durch die Indienststellung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) im Winter 2016/2017 für die Schelldorfer Wehr. Um auch hier Synergien sinnvoll nutzen zu können, wird das Fahrzeug von beiden Feuerwehren genutzt.

Ehe das neue Fahrzeug jedoch Einzug ins Gerätehaus halten konnte, vergingen einige Jahre. So machten sich die Verantwortlichen der Feuerwehr Schelldorf bereits zu Beginn der 1990er Jahre Gedanken über ein selbstfahrendes Fahrzeug, da der bisher verwendete Tragkraftspritzenanhänger mitsamt seiner Pumpe bereits aus dem Jahre 1955 stammte und immer einen Traktor als Zugfahrzeug voraussetzte.

Seither wurden viele Anträge gestellt und Konzepte vorgelegt, ehe einem Kauf im Mai 2015 zugestimmt wurde. Durch gute Kontakte innerhalb der Feuerwehr gelang ein besonderer Coup: In Zusammenarbeit mit weiteren Gemeinden – darunter auch Adelschlag – konnte sich der Markt Kipfenberg an einer Gemeinschaftsausschreibung für sechs (fast) baugleiche Fahrzeuge beteiligen.

Ungeachtet dem „Hin und Her“ der letzten Jahre war die Freude überaus groß, als das TSF-W in seiner neuen Heimat eintraf. Realisiert wurde der Neuwagen von der Firma Empl auf einem MAN-Fahrgestell. Um die Beladung nach Norm kümmerte sich die Firma Leneis.

Ausgestattet ist das Fahrzeug unter anderem mit allen erforderlichen Geräten für die Brandbekämpfung, einem festeingebauten Löschwassertank, einer Tragkraftspritze, einer vierteiligen Steckleiter, dem Equipment für Verkehrsabsicherungen und einem Stromerzeuger.

Neuland betraten die Aktiven im Bereich „Atemschutz“. Dadurch, dass vier Pressluftamter zur Beladeliste zählen, haben mehrere Aktive im Vorfeld die, dafür notwendige Ausbildung absolviert.

Als nächster Schritt steht die Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens an. Auch dieser wird wieder gemeinsam genutzt!


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LF 10 (Löschgruppenfahrzeug)

Florian Wasserzell 43/1
  • Fahrgestell: Mercedes-Benz 1329 AF
  • Aufbau: Magirus
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Ein „verfrühtes Geburtstagsgeschenk“ erhielt die Freiwillige Feuerwehr Wasserzell im Jahre 2004, als das bisher genutzte Fahrzeug – ein ehemaliger Mannschaftswagen der bayerischen Bereitschaftspolizei – ausgesondert werden musste: Genau ein Jahr vor den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Gründungsfest konnte ein gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug LF 8 erworben werden. Äußerst schnell ging dabei der Kauf vonstatten. So wurde das Fahrzeug innerhalb eines Tages im 800 Kilometer entfernten Moers besichtigt, gekauft und „Non stop“ in den Eichstätter Stadtteil überführt.

Trotz einer anschließenden Restauration mit Komplettlackierung und vorbildlicher Pflege war der Zahn der Zeit nicht spurlos an dem LF 8 vorübergegangen: Nach stolzen 38 Dienstjahren konnte der Magirus-Frontlenker im November 2016 durch ein modernes Löschgruppenfahrzeug LF 10 ersetzt werden. Den Aufbau des Mercedes Benz Atego fertigte die Firma Magirus in Ulm.

An Bord wird das benötigte Equipment für die Brandbekämpfung vorgehalten. Hierzu zählen erstmals auch Atemschutzgeräte. Ebenso werden ein Stromerzeuger, ein sogenannter „Power Moon“, eine Schmutzwasserpumpe Chiemsee B und ein Wassersauger vorgehalten. Der Löschwassertank hat ein Fassungsvermögen von 1.000 Litern, die über eine fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe FP 10-2000 gefördert werden können.

Eine Besonderheit bietet das neue Wasserzeller Fahrzeug im rückwärtigen Geräteraum (GR): Hier wurden 500 Meter B-Schläuche in Buchten verstaut. Um das Schlauchmaterial während der Fahrt auslegen zu können, wurden eigens zwei ausklappbare Trittstufen für das „Verlege-Personal“ geschaffen.

Mit der Indienststellung dieses Löschfahrzeugs konnte die Stadt Eichstätt einen weiteren Punkt ihres Feuerwehrbedarfsplanes „abhaken“. Denn durch diesen Plan ergeben sich nicht nur Änderungen in der Ausrüstung der Stützpunktwehr Eichstätt-Stadt, sondern auch bei allen Ortsteilfeuerwehren. So ist in Buchenhüll ein neues Gerätehaus in Planung, während ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) bereits beschafft wurde. Ein baugleiches Fahrzeug erhielt die Wintershofener Wehr und im Stadtteil Landershofen konnte das betagte Löschfahrzeug durch ein neueres Modell aus Eichstätt ersetzt werden.


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Neues Feuerwehrgerätehaus (FWGH)

der Freiwilligen Feuerwehr Markt Kinding

Wäre der rote Schriftzug „Feuerwehr“ nicht aufgebracht gewesen, so hätte man das bisherige Gerätehaus der Kindinger Wehr leicht übersehen können. Die alte Unterkunft der „Autobahnfeuerwehr“ befand sich nämlich im Rückgebäude des Rathauses und war ein wenig versteckt. So unscheinbar dieses Gerätehaus wirkte, so beengt waren auch die Verhältnisse im Inneren. Ebenso fehlten Parkplätze.

Die Verantwortlichen der Wehr stellten daher im Frühjahr 2012 den Antrag zum Bau eines neuen Gerätehauses. Nachdem der Gemeinderat dem Vorhaben zugestimmt hatte und ein geeigneter Standort am Kreisverkehr außerhalb der Ortschaft gefunden worden war, konnte die Planungsphase beginnen.

Trotz archäologischer Funde auf der Baustelle konnte nach dem Baubeginn im Sommer 2015 der Rohbau bereits vor dem Wintereinbruch fertiggestellt werden. Beim Innenausbau legten die Feuerwehrleute selbst mit Hand an und erbrachten somit eine gehörige Portion an Eigenleistung.

Nach dem Bezug des großzügigen Gebäudes steht den Feuerwehrleuten um Kommandant Willibald Strauß endlich ausreichend Platz zur Verfügung. In Anbetracht der Nutzfläche mit rund 750 Quadratmetern sind die unzureichenden Verhältnisse im Ortskern längst vergessen. Heute stehen eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen, zwei Werkstätten, ein Aufenthaltsraum sowie Umkleide- und Sanitärräume zur Verfügung. Im, rund 50 Personen fassenden Schulungssaal können sogar Sitzungen des Gemeinderates abgehalten werden.

Doch nicht nur in puncto „Platzangebot“ hat sich die Kindinger Feuerwehr erheblich verbessert: Durch die ansprechende Fassadengestaltung in Dunkelgrau und Orange wirkt das neue Feuerwehrgerätehaus überaus modern und ist jetzt alles andere als „unscheinbar“.


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Neues Feuerwehrgerätehaus (FWGH)

der Freiwilligen Feuerwehr Buch

Dorfgemeinschaft und Feuerwehr – in vielen Orten bilden diese beiden Komponenten eine unzertrennliche Einheit. Dass dies auch im Kipfenberger Ortsteil Buch der Fall ist, wird eindrucksvoll durch das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus bewiesen, welches aus einer Not heraus entstanden ist. Denn, nachdem die letzte Gastwirtschaft im Ort ihre Pforten geschlossen hatte, fehlte den Buchern ein zentraler Versammlungsort. Im Oktober 2011 erstellte man daher Pläne für ein Dorfgemeinschaftshaus, welches auch für die Feuerwehr genutzt werden sollte.

Nachdem das Vorhaben im Oktober 2013 die Zustimmung des Kipfenberger Marktrates erhielt, konnte mit dem Bau begonnen werden. Mehr als 3.400 Arbeitsstunden wurden dabei von zahlreichen Helfern ehrenamtlich geleistet.

Entstanden ist ein funktionales Gebäude, das sowohl der 190 Einwohner starken Dorfgemeinschaft als auch der Feuerwehr dient. Neben einem großen Versammlungsraum und den notwendigen Sanitäranlagen steht ein Stellplatz für den Tragkraftspritzenanhänger der Bucher Wehr zur Verfügung. Ebenso vorhanden sind Umkleidemöglichkeiten für die Feuerwehrleute sowie Lagerräume.


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GW-L1 (Gerätewagen-Logistik)

Florian Beilngries 55/1

 

Beschafft eine Feuerwehr ein neues Fahrzeug, so machen sich die Verantwortlichen im Vorfeld viele Gedanken: „Für welche Einsatzzwecke soll es verwendet werden“ oder „Welche Ausrüstung muss es enthalten“.

Als bei der Freiwilligen Feuerwehr Beilngries die Ersatzbeschaffung eines knapp 30 Jahre alten Mehrzweckfahrzeuges (MZF) zur Debatte stand, dürften sich die Führungskräfte zunächst mit einer grundlegenden Frage beschäftigt haben: „Macht es überhaupt Sinn ein gleichwertiges Fahrzeug zu beschaffen?“ Nach wie vor sollten mit dem „Neuen“ Einsätze verschiedenster Art abgearbeitet werden können. Jedoch sollte die Ladefläche größer dimensioniert sein, sodass auch Paletten oder Rollbehälter problemlos zugeladen werden können.

Aus diesen Grundsätzen heraus, entschied sich die Beilngrieser Wehr für einen sogenannten Gerätewagen-Logistik (GW-L1). Realisiert wurde das Fahrzeug auf einem MAN-Fahrgestell, während die Firma Geidobler den feuerwehrtechnischen Ausbau übernahm.

Je nach Einsatzlage kann „Florian Beilngries 55/1“ – so der Funkrufname“ – individuell bestückt werden. Die Ladefläche bietet dabei für mindestens vier Rollwägen Platz. Der Mannschaftsraum ist für eine komplette Staffel – also sechs Feuerwehrleute – ausgelegt.


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TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug)

Florian Rapperszell 44/1
  • Fahrgestell: Iveco Magirus
  • Aufbau: Magirus
  • Baujahr: 1985
  • Indienststellung: 2016

 

Feuerwehrleute sind weithin dafür bekannt, dass sie für alles eine Lösung finden. Dass dies auch für die Rapperszeller Wehr zutrifft, macht sich bereits an deren aktuellem Gerätehaus bemerkbar. So konnte ein, von der Feuerwehr-Führung anvisierter Neubau Mitte der 1980er Jahre aus Kostengründen nicht realisiert werden. Stattdessen packten die Wehrmänner selbst an und bauten die alte Pfarrkirche für ihre Belange um.

Einen etwas „anderen Weg“ schlugen die Aktiven des Waltinger Ortsteils auch bei der Beschaffung ihres ersten Fahrzeuges im Jahre 2011 ein. So konnte von der Feuerwehr Hörlkofen im Landkreis Erding ein gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug (LF 8) zum Preis von 500 Euro erworben werden. Eingefädelt hatten diesen „Deal“ der ehemalige Rapperszeller Kommandant Willibald Reindl und der Ehrenkommandant der Feuerwehr Hörlkofen. Die Beiden hatten sich während eines Aufenthaltes im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain kennengelernt. Nach beidseitiger Rücksprache mit den Gemeindeverwaltungen wurde der Handel perfekt.

Trotz einer nur fünfjährigen Dienstzeit in Rapperszell hielten die Verantwortlichen der Wehr im Jahr 2016 Ausschau nach einem Nachfolger. Kein Wunder – das bisherige Gerät stammte bereits aus dem Jahre 1973 und hatte somit 43 Jahre auf dem Buckel.

Fündig wurde man schließlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Lippertshofen, die im Frühjahr 2016 ihr bisheriges Fahrzeug durch einen Neuwagen ersetzte.

In Hunderten Arbeitsstunden passten die Aktiven der Feuerwehr Rapperszell das 31 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug den Bedürfnissen vor Ort an. So wurden unter anderem die Digitalfunktechnik eingebaut, eine entsprechende Umfeldbeleuchtung geschaffen, sogenannte Front- und Heckblitzer angeschlossen sowie viele Gegenstände neu im Geräteraum platziert.

Bedingt durch das Haupteinsatzgebiet der Feuerwehr Rapperszell – die nahe Jurahochstraße – wurde auch Equipment für technische Hilfeleistungen verlastet. Hierzu zählen unter anderem Ölbindemittel, Motorkettensäge, Beleuchtungsgeräte und vielfältiges Material für die Verkehrsabsicherung. Aus dem Rahmen fällt das, nun als Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) eingestufte Fahrzeug gleich in zweierlei Hinsicht: So befindet sich im Aufbau ein 300 Liter fassender Löschwassertank, welcher bereits in Lippertshofen eingebaut worden war. Des Weiteren konnte die Beladeliste um einen akkubetriebenen Kombispreizer erweitert werden.

Für eine ordnungsgemäße und moderne Unterbringungsmöglichkeit des „neuen“ Fahrzeuges wird in den nächsten Jahren gesorgt. So segnete der Waltinger Gemeinderat im Sommer 2016 die Planungen für ein neues Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus ab.


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HLF 20 (Hilfeleistungslöschfahrzeug)

Florian Großmehring 40/1
  • Fahrgestell: MAN TGM 15.290
  • Aufbau: Rosenbauer
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Für ihr neues Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) wählte die Feuerwehr Großmehring eine Kombination, wie sie derzeit vielfach von den Wehren im Landkreis Eichstätt beschafft wird. So wurde das Fahrzeug auf einem MAN-Fahrgestell realisiert, während die österreichische Firma Rosenbauer den feuerwehrtechnischen Aufbau fertigte. Auch wenn man diese „Variante“ sehr häufig antrifft – das Großmehringer HLF birgt einige Besonderheiten!

Dies wird bereits deutlich, wenn man einen Blick auf das „Äußere“ wirft. Denn entgegen dem allgemeinen Trend entschieden sich die Verantwortlichen für ein sogenanntes „Straßenfahrgestell“ – daher die etwas „niedrige Erscheinung“. Einzigartig in der gesamten Region ist auch das Design des Neuwagens: Hier ließ man die „Skyline“ des Feuerwehrgerätehauses anbringen.

Im „Inneren“ war es den Wehrleuten wichtig, dass alle Gerätschaften leicht zugänglich sind – ohne Auszüge oder viele aufklappbare Gerätewände. Großen Wert legte man darauf, dass mit der vorhandenen Beladung die meisten Einsatzlagen im „Alleingang“ bewältigen werden können. Hinter diesem Grundsatz verbirgt sich eine Thematik, die alle Freiwilligen Feuerwehren in Bayern kennen: Tagsüber befinden sich die meisten Aktiven – arbeitsbedingt – außerhalb des Gemeindebereiches und sind somit nicht für Einsätze verfügbar.

Öffnet man die Geräteräume des Großmehringer „Allrounders“, so lässt sich feststellen, dass die beiden Punkte „Zugänglichkeit“ und „Gerätevielfalt“ sehr gut erfüllt wurden. So wurden neben Schläuchen, Armaturen und einem Hochdrucklüfter auch ein mobiler Wasserwerfer, ein Rauchschutzvorhang und eine Notfalltasche für den Sicherheitstrupp verladen. Die vier Atemschutzgeräte wurden – ebenso wie deren Überwachungseinheit („CheckBox“ der Firma Pölz) und zwei Wärmebildkameras im Mannschaftsraum untergebracht.

Das Ressort der technischen Hilfeleistungen wird unter anderem mit einem hydraulischen Rettungssatz – samt Rettungszylinder, Unterbau- und Abstütz-Equipment, Motorkettensäge, Rettungssäge, Lkw-Rettungsplattform und Schleifkorbtrage abgedeckt.

Ebenso stehen eine fest eingebaute Seilwinde, ein formstabiler und 50 Meter langer Schnellangriffsschlauch, Beleuchtungsgeräte und ein ausfahrbarer Lichtmast zur Verfügung.

Die eingebaute Feuerlöschpumpe erbringt bei einem Druck von 10 bar eine Leistung von ca. 3.500 Litern in der Minute. Der Löschwassertank beinhaltet 2.000 Liter, während auch 200 Liter Schaummittel mitgeführt werden. Apropos „Schaum“: Dieser kann über das System „Rosenbauer Digmatic“ mit einer Zumischrate von 0,1 % bis 6% zugeführt werden.

Mit der Abholung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges am 20. Juli 2016 konnte die letzte „Lücke“ im Fuhrpark der Großmehringer Wehr geschlossen werden. So ersetzt das HLF ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 aus dem Jahre 1992.


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TS 8/8 (Tragkraftspritze)

Florian Hexenagger
  • Hersteller: Ziegler (Giengen/Brenz)
  • Leistung: 1.900 Liter/Minute (bei 10 bar)
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Einen, nicht gerade alltäglichen Glücksfall erlebte die Freiwillige Feuerwehr Hexenagger im Jahre 1996: Ein gewisser Erich Struwe spendete den Floriansjüngern des Altmannsteiner Ortsteils ein fabrikneues Tragkraftspritzenfahrzeug. Noch heute erinnert eine Dankesurkunde im Gerätehaus an dieses großzügige Geschenk.

Weniger Glück hingegen bereitete den Wehrleuten um Kommandant Markus Pfaller die, in dem Fahrzeug verladene Tragkraftspritze (TS). Laufend waren Reparaturen notwendig und die Kosten hierfür mittlerweile so hoch, dass sich weitere Instandsetzungen als nicht mehr wirtschaftlich erwiesen. Hätte die Feuerwehr nicht kurzerhand ein Leihgerät aus Altmannstein erhalten, wäre der Brandschutz in dem 400-Einwohner-Ort nicht mehr sichergestellt gewesen! Ein unhaltbarer Zustand – darüber waren sich auch Altmannsteins Markträte einig, die einer Neubeschaffung zustimmten.

Die Wahl fiel hierbei auf den Typ „Ultra Power 4“ der Firma Ziegler. Hierbei handelt es sich um eine leistungsstarke Pumpe mit einem VW 3-Zylinder-4-Takt Aluminiummotor. Bei einem Ausgangsdruck von 10 bar ist diese TS in der Lage 1.900 Liter Wasser pro Minute zu fördern.


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HLF 20 (Hilfeleistungslöschfahrzeug)

Florian Titting 40/1
  • Fahrgestell: MAN TGM 13.290
  • Aufbau: Rosenbauer
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Kreis- und Staatsstraßen, abgelegene Ortsteile und eine Vielzahl kleinerer und größerer Betriebe – das Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Titting stellt die Aktiven um Kommandant Wolfgang Wiesent vor manche Herausforderungen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Tittinger Wehr bei einem größeren Einsatz in der Anfangszeit nahezu auf sich alleine gestellt ist, da die nächstgelegenen Stützpunktfeuerwehren erst eine längere Anfahrt bewältigen müssen.

All diese Tatsachen flossen auch mit ein, als sich die Verantwortlichen der Feuerwehr Titting mit der Ausschreibung eines neuen Fahrzeuges beschäftigten. Es sollte das „Maximum“ an Ausrüstung mitführen und das bisher verwendete Löschfahrzeug aus dem Jahre 1989 ersetzen.

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit konnte das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 im Juni 2016 abgeholt werden. Es basiert auf einem MAN TGM 13.290 und wurde mit einem Aufbau der Firma Rosenbauer versehen.

Zur Beladung zählen unter anderem das notwendige Equipment für die Brandbekämpfung, vier Atemschutzgeräte, ein formstabiler Schnellangriffsschlauch, ein Hochdrucklüfter sowie ein Sprungpolster. 2.000 Liter fasst der Löschwasser-, 200 Liter der Schaummitteltank. Mit an Bord: eine Schaumdruckzumischanlage. Ebenso zur Verfügung stehen eine Tasche für den Sicherheitstrupp und ein sogenannter „Rauchschutzvorhang“.

Beim hydraulischen Rettungssatz mit Spreizer, Schneidgerät und Rettungszylindern fiel die Wahl auf ein Gerät der Firma Lukas. Neben Stromaggregat, Unterbaumaterialien, Hebekissen, hydraulischen Winden und einem Spineboard („Rettungsbrett“) wurde auch eine Lkw-Rettungsplattform beschafft. Komplettiert wird die Beladeliste durch zwei Scheinwerfer mit Stativ, verschiedenste Kleingeräte und einen ausfahrbaren Lichtmast.

Neben dem neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug verfügt die Feuerwehr im malerischen Anlautertal noch über ein Mehrzweckfahrzeug mit Baujahr 2003. Im Durchschnitt müssen die Tittinger Wehrleute pro Jahr 30- bis 40-mal ausrücken. Die Bandbreite reicht dabei von Verkehrsunfällen über Brände bis hin zu den zeitintensiven Sicherheitswachen am bayernweit-bekannten Tittinger Kellerfest. Vielseitig eben – wie das Einsatzgebiet der Tittinger Feuerwehr selbst!


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MTW (Mannschaftstransportwagen)

Florian Hepberg 14/1

 

Eigentlich wollten Hepbergs Feuerwehrleute nur einige Korrosionsschäden an ihrem Mehrzweckfahrzeug aus dem Jahre 1990 beseitigen. Dass sich aus der „kleinen Verjüngungskur“ jedoch eine größere Maßnahme entwickeln wird, wurde deutlich, als das Tränenblech aus dem Mannschafts- und Geräteraum entfernt wurde: „Die Karosserie wurde über die Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen und wies starke Rostschäden auf“, erinnern sich die Wehrleute an das Frühjahr 2009 zurück.

Auf der Suche nach einer wirtschaftlichen Lösung dieses Problems legten die Verantwortlichen der Hepberger Wehr einige Vorschläge an den Tag – angefangen von einer Neubeschaffung bis hin zu einem Gebrauchtwagen. Letztendlich entschied man sich damals mit dem Gemeinderat für eine Komplettsanierung des vorhandenen Fahrzeuges. Ein Mannschaftstransportwagen als Ersatzbeschaffung wurde dabei mittelfristig ins Auge gefasst und schließlich im November 2014 beschlossen.

Bei der daraus resultierenden Ausschreibung fiel die Wahl auf ein Mercedes-Benz – Sprinterfahrgestell. Den feuerwehrtechnischen Ausbau fertigte die Firma Geidobler im oberbayerischen Soyen. Dort konnte eine Abordnung der Feuerwehr Hepberg das Fahrzeug schließlich am 13. Mai 2016 abholen.

Mit dem neuen Fahrzeug verfügt man nun wieder über ein zeitgemäßes und sicheres Transportmittel für die Mannschaft. So finden acht Personen Platz. Zwischen den Sitzbänken wurde ein kleiner Arbeitstisch mit fest eingebautem Fahrzeugfunk platziert. Im Heckbereich wurde weitestgehend die Beladung aus dem Vorgänger übernommen – wie etwa die Gerätschaften für Verkehrsabsicherungen, Ölbindemittel, Besen und Auffangwannen. Je nach Bedarf kann auch weitere Ausrüstung – beispielsweise ein Wassersauger oder eine Schmutzwasserpumpe zugeladen werden.


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HLF 10 (Hilfeleistungslöschfahrzeug)

Florian Lippertshofen 42/1
  • Fahrgestell: MAN TGM 15.290
  • Aufbau: Rosenbauer
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Solch einen Empfang bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht: Beinahe in kompletter Mannschaftsstärke war die Feuerwehr Lippertshofen am 12. April 2016 am Ortseingang angetreten. Begrüßt wurde dabei nicht etwa eine herausragende Persönlichkeit, sondern das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10.

Mit diesem Fahrzeug konnte nicht nur ein 31 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug (LF 8) ersetzt, sondern auch die Schlagkraft der Wehr erhöht werden. So verfügt der Neuwagen über zahlreiche Ausrüstungsgegenstände für die Brandbekämpfung - wie etwa Atemschutzgeräte, umfangreiches Schlauchmaterial oder moderne Hohlstrahlrohre.

Beachtlich ist auch das "Sortiment" für technische Hilfeleistungen. Hierbei kann der hydraulische Rettungssatz mit Spreizer und Schneidgerät als "Herzstück" bezeichnet werden. Komplettiert wird dieser unter anderem durch einen sogenannten Pedalschneider, mehrere Rettungszylinder, Unterbaumaterialien und einen Mehrzweckzug. Ebenso mit "an Bord": ein Rettungsrucksack sowie ein Hebekissensatz.

Einen "Quantensprung" stellt auch der fest eingebaute Wasser- und Schaummitteltank mit 1.000 Liter bzw. 125 Liter Fassungsvermögen dar. Bislang mussten sich die Lippertshofener Wehrleute mit einem selbst gebauten Provisorium im alten LF 8 behelfen.

Betrachtet man heute den Ausrüstungsstand der Feuerwehr Lippertshofen, so kann man von einer gewissen "Sättigung" sprechen. In den vergangenen fünf Jahren wurde nämlich das Gerätehaus erweitert und von Grund auf saniert. Neben dem Hilfeleistungslöschfahrzeug, welches von der Firma Rosenbauer auf einem MAN-Fahrgestell aufgebaut wurde, konnten auch neue Schutzanzüge für die Atemschutzgeräteträger sowie ein Versorgungsfahrzeug beschafft werden.


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RW 2 (Rüstwagen)

Florian Eichstätt 61/1
  • Fahrgestell: Mercedes-Benz
  • Aufbau: Rosenbauer
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Was die Ausrüstung ihrer Feuerwehren betrifft, bekommt die Stadt Eichstätt derzeit ein komplett „neues Gesicht“. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der, seit eineinhalb Jahren existierende Feuerwehrbedarfsplan, bei welchem der Ist-Stand bei den fünf Stadtteilwehren aufgenommen wurde. Gemessen am Einsatzgebiet und den vorhandenen Gefahrenpotentialen wurde von externer Stelle genauestens ermittelt, welche Gerätschaften an welchem Standort vorgehalten werden müssen.

Eine der jüngsten Komponenten dieses Bedarfsplans stellt der neue Rüstwagen RW 2 der Stützpunktwehr Eichstätt-Stadt dar. Wie der Name andeutet, handelt es sich bei „Florian Eichstätt 61/1“ – so der Funkrufname – um ein Fahrzeug, das für Technische Hilfeleistungen aller Art ausgelegt ist.

Zur Beladeliste gehören nicht nur ein festeingebauter Stromerzeuger und der „obligatorische“ hydraulische Rettungssatz, sondern noch eine Vielzahl weiterer Geräte – wie etwa ein Plasmaschneidegerät, ein Schnelleinsatzboot, Zusatzbeladung für die Ölwehr oder diverse Unterbaumaterialien und Abstützsysteme. Zum Ausleuchten von Unfallstellen stehen ein ausfahrbarer Lichtmast und ein sogenannter „Power Moon“ zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören auch eine festeingebaute Frontseilwinde – mitsamt der dazugehörigen Anschlagmittel.

Untergebracht ist das gesamte Equipment in einem, von der österreichischen Firma Rosenbauer gefertigten Aufbau. Das Fahrgestellt wurde auf einem Mercedes-Benz Atego realisiert.

Nach intensiven Einweisungen und Fortbildungen der Mannschaft konnte der neue Rüstwagen Anfang März 2016 offiziell in Dienst gestellt werden. Somit hatte sein Vorgänger - ebenfalls ein Rüstwagen – nach 28 Jahren ausgedient.


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HLF 20 (Hilfeleistungslöschfahrzeug)

Florian Wettstetten 40/1
  • Fahrgestell: MAN TGM 15.290
  • Aufbau: Rosenbauer
  • Baujahr: 2016
  • Indienststellung: 2016

 

Bei der Feuerwehr Wettstetten ging kürzlich eine Ära zu Ende: Nach 33 Dienstjahren wurde das Löschgruppenfahrzeug LF 8 Mitte März außer Dienst gestellt. Auch wenn es sich streng genommen nur um eine „Maschine“ handelt, war durchaus ein bisschen Wehmut dabei, als der Mercedes-Kurzhauber zum letzten Mal das Gerätehaus an der Christian-Faber-Straße verließ. „Immerhin war es unser erstes richtiges Löschfahrzeug“, erinnern sich Wettstettens Feuerwehrleute zurück. Unzählige Male sind sie mit dem Fahrzeug zu Bränden, Unfällen und vielen anderen Schadenslagen ausgerückt

Bei allem Abschied war das „lachende Auge“ bei der Wettstettener Wehr jedoch weitaus größer als das Weinende. Denn als Ersatz konnte ein modernes Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 in Dienst gestellt werden. Hierbei handelt es sich um einen MAN TGM 15.290 mit einem feuerwehrtechnischen Aufbau der Firma Rosenbauer aus Österreich.

Stellt man „Alt und neu“ gegenüber, lässt sich schnell erkennen, dass sich die Einsatzmöglichkeiten um ein Vielfaches erweitert haben. So ist der Neuwagen mit einem eingebauten Wassertank, einem ausfahrbaren Lichtmast und einer Frontseilwinde ausgestattet. Allesamt Ausrüstungsgegenstände, über die der Vorgänger nicht verfügte!

War das alte Löschgruppenfahrzeug fast ausschließlich für die Brandbekämpfung ausgelegt, so ist man mit dem HLF zusätzlich für die vielfältigsten technischen Hilfeleistungen gewappnet: Hebekissen, hydraulischer Rettungssatz, Türöffnungswerkzeuge, Lkw-Rettungsplattform und Säbelsäge sind nur einige Einträge der Beladeliste für dieses Ressort.

Doch bei allem Altersunterschied von über drei Jahrzehnten sind die Wettstettener Feuerwehrleute gleichermaßen auf beide Fahrzeuge stolz: So war das alte LF 8 eines der letzten Fahrzeuge, das als Mercedes-Benz-Kurzhauber für eine kommunale Feuerwehr ausgeliefert wurde. Ab Ende der 1970er Jahre wurden nämlich voranging die sogenannten „Frontlenker-Fahrgestelle“ – also Lkws ohne markante Motorhaube – ausgeliefert.

Nach zahlreichen Übungen, Einweisungsfahrten und der offiziellen Indienststellung steht der Wehr nun der nächste Meilenstein bevor! Denn am 24. April 2016 erhält das Fahrzeug mit dem Funkrufnamen „Florian Wettstetten 40/1“ den kirchlichen Segen und wird dabei der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Verantwortlichen der Wehr können dann auf eine arbeitsreiche Zeit zurückblicken! So wendete das Team um Andreas Klier ungezählte Stunden für Besichtigungstermine, Besprechungen, Planungen und Abnahmen auf. Das Ergebnis daraus kann sich sehen lassen!


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TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug)

Florian Ried 44/1
  • Fahrgestell: Volkswagen LT
  • Aufbau: Eigenausbau
  • Indienststellung: 2016

 

In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden sie tausendfach in Bayern beschafft: die Tragkraftspritzenanhänger (TSA). Bestückt mit Schläuchen, Armaturen und einer eingeschobenen, motorbetriebenen Pumpe war es den Wehren möglich, selbstständig einen Löschangriff einzuleiten. Für die Gemeinden stellten diese Anhänger indes eine kostengünstige Alternative zu selbstfahrenden Fahrzeugen dar.

Über 40 Jahre nach diesem „Beschaffungs-Boom“ hat sich die Sichtweise auf die TSA jedoch geändert. So stehen in Zeiten rückläufiger, landwirtschaftlicher Betriebe auch immer weniger Traktoren als Zugfahrzeuge parat. Groß ist auch die Gefahr, dass sich die verbliebenen Schlepper im Brandfall auf den Feldern befinden oder dass erst Anbauten entfernt werden müssen.

Diese Probleme beschäftigte bis vor Kurzem auch die Freiwillige Feuerwehr Ried. Die Aktiven der kleinen Ortsteilwehr freute es daher sehr, dass sie ihren alten Anhänger gegen ein Tragkraftspritzenfahrzeug ersetzen konnten.

Ermöglicht wurde diese Beschaffung durch eine großzügige Spende der Firma Sunpro Haustechnik, einen Zuschuss der Gemeinde Dollnstein und eine gehörige Portion an Eigenleistung. Den Ausbau des gebrauchten VW Transporters übernahmen die Feuerwehrleute des 60 Einwohner-Ortsteils nämlich selbst. Ehe die vorhandenen Geräte aus dem Anhänger in das Fahrzeug geräumt werden konnten, wurden knapp 300 Arbeitsstunden aufgewendet.


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